Wiedersehen in Barfleur - Claire Bonamy

Wiedersehen in Barfleur

von Claire Bonamy

Genre
Drama
ISBN
978-3-548-8763-8
Anzahl Seiten
368
Buchtyp
Taschenbuch

Zusammenfassung

Charlotte verbrachte ihre Jugendferien stets in Barfleur in der Normandie. Es war ein Ort voller Glück und der Schauplatz ihrer ersten Liebe – bis ihr Vater nach einem Bootsunglück verschwand. Von Schmerz getrieben, kehrte Charlotte dem Küstenort den Rücken und kehrte nie mehr zurück. Bis heute:

Jahre später reist sie Hals über Kopf zurück: Ihre Cousine behauptet, den totgeglaubten Vater gesehen zu haben. In Barfleur wird Charlotte von ihrer Vergangenheit eingeholt – und trifft auch Matthieu, ihre erste Liebe, wieder. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Wahrheit über das Schicksal ihres Vaters.

Dabei stösst Charlotte auf ein kostbares Gemälde, mit einer persönlichen Nachricht von einer gewissen Mathilde. Die Spur führt zurück in den 2. Weltkrieg, zur verbotenen Liebe zwischen der Französin Mathilde und dem deutschen Soldaten Johann. Kann eine solche Liebe den Krieg überdauern?

Am Ende findet Charlotte zwar nicht alle Antworten, dafür aber einen Teil ihrer Familie und ihr ganz persönliches Glück.

Buchsenf (Rezension)

Die Normandie ist auch für mich ein wahrer Sehnsuchtsort. Ich habe bisher kaum einen anderen Ort gefunden, an dem die Natur so wunderschön ist und der gleichzeitig eine so greifbare Geschichte in sich trägt. Da ich Barfleur selbst schon besucht habe, fiel es mir leicht, mich beim Lesen in Gedanken dort wiederzufinden.

Ich schätze Bücher sehr, die den 2. Weltkrieg beleuchten – besonders die weniger bekannten Kapitel der Geschichte. Mir war vorher nicht bewusst, wie schwer es für Frauen wie Mathilde gewesen sein muss, einen deutschen Soldaten zu lieben. Dass sie nach dem Krieg öffentlich an den Pranger gestellt wurden, nur weil ihre Liebe gesellschaftlich nicht akzeptiert war, ist aus heutiger Sicht erschreckend. Man macht sich oft gar keine Vorstellungen davon, unter welchem Druck die Menschen damals standen.

Normalerweise bevorzuge ich Bücher mit einem abgeschlossenen Ende. Obwohl diese Geschichte einen Abschluss findet, bleiben doch gewisse Fragen offen, die mich einfach nicht loslassen. Ich hätte mir fast einen zweiten Band gewünscht, um auch die letzten Rätsel zu lösen. So bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mir selbst ein Ende auszumalen – und wer mich kennt, weiß, dass ich das eigentlich gar nicht mag.