Vielleicht der schönste Sommer - Eleonore Holmgren

Vielleicht der schönste Sommer

von Eleonore Holmgren

Genre
Drama
ISBN
978-3-423-28336-6
Anzahl Seiten
336
Buchtyp
Hardcover Buch

Zusammenfassung

Adam weiss weder ein noch aus: Seine Mutter hat ihn vor die Tür gesetzt, und auch seine Freunde wollen plötzlich nichts mehr von ihm wissen. Als es zu regnen beginnt, sucht er Unterschlupf in einem scheinbar unbewohnten Haus. Sein Plan: nur eine einzige Nacht bleiben.

Britta ist 86 Jahre alt und weiss, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Dennoch wünscht sie sich nichts sehnlicher, als die Stadt zu verlassen und in ihrem Ferienhaus in Lindö einen letzten Sommer zu verbringen. Da ihre Tochter strikt dagegen ist, bricht Britta heimlich auf.

Im Haus angekommen, bemerkt sie jedoch schnell, dass sie nicht allein ist. Nach dem ersten Schock kommen Adam und Britta ins Gespräch. Als resolute und zielstrebige Frau spannt Britta den jungen Mann sofort ein: Er soll ihr helfen, das Haus bewohnbar zu machen und die Gartenarbeit zu übernehmen. Adam, der auf die schiefe Bahn geraten ist, will anfangs rebellieren. Doch da er kein Zuhause mehr hat und weiss, dass er eine Bleibe braucht, lässt er sich darauf ein. So beginnt der vielleicht schönste Sommer – für Britta ebenso wie für Adam.

Buchsenf (Rezension)

Was für ein schönes Buch – das könnte eines meiner neuen Lieblingsbücher werden. Ganz behutsam und einfühlsam beschreibt die Autorin Eleonore Holmgren, wie Britta und Adam sich näherkommen. Adam, der sich anfangs komplett verweigert und den Macho heraushängen lässt, und Britta, die zwar klare Vorstellungen hat, aber dennoch auf Hilfe angewiesen ist. Es ist einfach schön zu beobachten, wie sie sich langsam annähern, fast ohne es selbst zu merken. Britta hat einen grossen Einfluss auf Adam, und er verändert sich, ohne es recht zu realisieren. Auf einmal erkennt er selbstständig, welche Arbeiten zu erledigen sind, und nimmt sein Leben Schritt für Schritt wieder in die eigene Hand.

Es ist mal kein typischer Liebesroman und es gibt auch kein klassisches Happy End – und doch ist es einfach ein wunderbares Buch. Die Geschichte erinnert mich an „Ziemlich beste Freunde“, was ebenfalls zu meinen Favoriten zählt. Ich bin froh, dass ich diesen Schatz in der Bibliothek entdeckt habe. Jedes Buch, das ich in nächster Zeit lese, wird es nun schwer haben; es fällt mir gerade richtig gehend schwer, mich auf eine neue Geschichte einzulassen, so sehr hat mich diese hier berührt.