Das Mädchen aus Yorkshire - Lucinda Riley

Das Mädchen aus Yorkshire

von Lucinda Riley

Genre
Drama
ISBN
978-3-442-49665-5
Anzahl Seiten
576
Buchtyp
Taschenbuch

Zusammenfassung

Leah Thompson arbeitet als Dienstmädchen für die berühmte Malerin Rose Delancey. Nach über zwanzig Jahren bereitet sich Rose erstmals wieder auf eine Ausstellung vor. Warum sie so lange von der Bildfläche verschwunden war, bleibt ihr Geheimnis. Als bei der Vernissage zufällig ein Porträt von Leah entdeckt wird, avanciert diese über Nacht zum gefragten Topmodel. Leah muss sich erst in dieser neuen Welt zurechtfinden, in die sie mit ihrer disziplinierten Art – sie trinkt nicht und meidet Partys – eigentlich gar nicht passt. Halt gibt ihr allein ihre Jugendliebe Brett. Doch als ein bösartiges Gerücht die Runde macht, verschwindet Brett aus ihrem Leben, und Leah muss sich fortan allein durchschlagen.

Währenddessen feiert Rose mit ihrer Ausstellung grosse Erfolge. Sorgen bereiten ihr jedoch ihre Adoptivtochter Miranda und ihr leiblicher Sohn Miles. Als schliesslich auch noch ihr Bruder David auftaucht, mit dem sie vor vielen Jahren brach, kann Rose nicht länger schweigen. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen: Niemand ahnt, dass Rose und David den Holocaust im Konzentrationslager nur mit viel Glück überlebten. Jahrelang versuchten beide, das Erlebte totzuschweigen – doch um endlich Frieden zu finden, müssen sie nun ihr Schweigen brechen.

Buchsenf (Rezension)

Mit grosser Bestürzung habe ich seinerzeit den Tod von Lucinda Riley, der Autorin der „Sieben Schwestern“, zur Kenntnis genommen. Als ich nun in einer Buchhandlung diesen neuen Roman entdeckte, musste ich ihn natürlich sofort haben. Das Werk wurde nach dem Tod der Autorin von ihrem Sohn Harry Whittaker überarbeitet.

Die Geschichte bietet eigentlich alles, was man sich wünscht: eine wunderschöne Liebesgeschichte, bei der das Paar erst nach mehreren Schicksalsschlägen zueinanderfindet; eine Rückblende in die Vergangenheit, die so erschütternd ist, dass man kaum wahrhaben möchte, welche Ängste und körperliche Gewalt Kinder ertragen mussten; und eine Familie, die seit Langem von ihrer Geschichte verfolgt wird – gekrönt von einem Happy End.

Und doch konnte ich dem Buch leider keine vollen vier Sterne geben. Es gab schlichtweg zu viele Handlungssprünge, bei denen man sich als Leser fragt, ob das Ganze nicht etwas zu weit hergeholt ist. Auch das Ende war mir persönlich eine Spur zu kitschig; hier hätte ich mir mehr Tiefe erwartet. Nichtsdestotrotz schwelge ich natürlich jedes Mal in Erinnerungen, wenn ich ein Buch von Lucinda Riley in den Händen halte.

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