Der Glanz von Gold - Cartier (Autorin: Sophie Villard)

Cartier – Der Glanz von Gold

von Sophie Villard

Genre
Drama
ISBN
978-3-328-11050-7
Anzahl Seiten
417
Buchtyp
Taschenbuch

Zusammenfassung

Der Krieg ist endlich vorbei und Paris erwacht zu neuem Leben. Auch die Familie Cartier kehrt zurück, um ihr glanzvolles Erbe fortzuführen – getragen von der Hoffnung, dass die Welt nach den dunklen Jahren wieder bereit für Luxus und genügend Kaufkraft vorhanden ist.

Für die Designerin Jeanne zählt jedoch nur eins: die Wiedervereinigung mit Louis Cartier. Sie sehnt sich danach, dort anzuknüpfen, wo sie vor dem Krieg unterbrochen wurden, und träumt von einer gemeinsamen Zukunft als seine Frau. Doch Louis scheint sich verändert zu haben; sein Interesse gilt längst einer anderen.

In dieser schweren Zeit steht ihr keine Geringere als Coco Chanel als Freundin zur Seite. Während Jeanne noch einen letzten, verzweifelten Versuch wagt, Louis’ Herz zurückzugewinnen, stürzt sie sich tiefer denn je in ihre Arbeit. Obwohl sie keine geborene Cartier ist, schlägt ihr Herz allein für das Haus. Ihr Ehrgeiz ist geweckt: Sie will mit ihren Entwürfen Hollywood erobern – und der Weg nach Amerika liegt bereits vor ihr.

Und am Ende erkennt Louis wer später sein Erbe antreten wird – „Pour ma chérie, pour l’amour de ma vie, Jeanne!“

Buchsenf (Rezension)

Obwohl mir der Name Cartier natürlich ein Begriff war, wusste ich bis dahin nicht, dass es sich um ein echtes Familienunternehmen handelte. In diesem Roman stehen der Standort Paris und der Bruder Louis im Fokus, doch die eigentliche Hauptfigur ist Jeanne. Ich bewundere sie sehr: In einer Zeit, in der Frauen sich meist nur durch eine Heirat einen Namen machen konnten, ging sie konsequent ihren eigenen Weg.

Da ich bereits die Romanbiografie von Coco Chanel gelesen habe, konnte ich mich an einige Überschneidungen erinnern. Es ist faszinierend, wie viele Berühmtheiten, deren Namen uns heute noch geläufig sind, zur gleichen Zeit gelebt und gewirkt haben.

Es ist zweifellos ein gutes Buch, doch ganz abholen konnte es mich leider nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich momentan zu viele Romanbiografien lese, oder schlichtweg daran, dass mich die Geschichte der Cartiers nicht so stark in den Bann ziehen konnte wie andere Schicksale. Besonders wehmütig stimmte mich die Tatsache, dass das Unternehmen später schrittweise an Investoren verkauft wurde – vom einstigen Glanz dieser Familiendynastie scheint heute kaum noch etwas übrig zu sein.

Neugierig geworden, habe ich selbst recherchiert: Jeanne gab es wirklich, und ich fand es sehr spannend, im Internet noch mehr über ihr tatsächliches Leben zu erfahren.

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