Das Mädchen aus Berlin Ada - Ronald Balson

Ada, das Mädchen aus Berlin

von ronald und Ronald H. Balson

Genre
Drama
ISBN
978-3-7466-3627-6
Anzahl Seiten
480
Buchtyp
eBook (Kindle)

Zusammenfassung

Italien heute: Gabriella Vincenzo soll aus ihrer Villa vertrieben werden. Ihre letzte Hoffnung sind die amerikanische Anwältin Catherine Lockhart und ihr Ehemann Liam.

Gabriella ist eine verschlossene Frau und verrät Catherine zunächst kaum etwas. Stattdessen übergibt sie ihr ein Manuskript, das vor 30 Jahren verfasst wurde. Sie bittet Catherine eindringlich, es so schnell wie möglich zu lesen. Gabriella ist überzeugt, dass darin der Beweis verborgen liegt, dass sie die rechtmässige Besitzerin der Villa ist und dort bleiben darf.

Das Manuskript erzählt die Geschichte von Ada, die behütet in Berlin aufwächst und eine begnadete Geigerin ist. Ihr Vater ist ein berühmter Konzertmeister. Lange fühlt sich die Familie in Sicherheit, doch während Hitler immer mehr Macht gewinnt, verändert sich auch ihr Leben.

Als Ada eine Anstellung in Italien erhält, macht sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter auf den Weg dorthin. Ihren Vater müssen sie in Berlin zurücklassen. Beide hoffen, schon bald Europa verlassen und in die USA auswandern zu können.

Doch was hat Adas Geschichte mit Gabriellas Villa zu tun? Und gelingt es Catherine, das Geheimnis des Manuskripts zu entschlüsseln und den Fall aufzuklären, bevor Gabriella ihr Zuhause verliert?

Buchsenf (Rezension)

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, weiss, dass ich Geschichten rund um den Zweiten Weltkrieg sehr spannend finde. Ich dachte, ich hätte bereits ein ziemlich gutes Verständnis dafür. Natürlich ist mir bewusst, wie unvorstellbar schrecklich es gewesen sein muss, als Jude in Deutschland zu leben. Doch die Geschichte von Ada hat mich so sehr berührt, dass ich einmal mehr feststellen musste: Es gab unzählige Schicksale, und jedes einzelne war einzigartig und müsste erzählt werden. Damit wir uns bewusst werden, in was für einer priviligerten Welt wir eigentlich leben.

Mit welchem Lebensmut, welchem Lebenswillen und manchmal auch mit einer gewissen Leichtgläubigkeit die Menschen versucht haben, diese Zeit zu überstehen, kann man sich heute kaum vorstellen.

Ich hätte Ada so gerne zugerufen: «Verlass Berlin – und zwar sofort! Es wird noch alles viel schlimmer.» Und doch kann ich auch verstehen, dass man so lange wie möglich an dem vertrauten Leben, seinem Umfeld und seinem Zuhause festhalten möchte.

Eine berührende Geschichte, die viele Jahre später in Italien endet – und bei der es am Ende doch ein Stück weit zu Gerechtigkeit kommt und genau das macht das Buch aus. Es lohnt sich immer um seine Zukunft zu kämpfen und vielleicht sogar ein Stück Frieden zu schliessen mit der Vergangenheit.