Rebel Sisters - Die Pilotin von Inez Corbi

Rebel Sister: Die Pilotin

von Inez Corbi

Genre
Drama
ISBN
978-3-7577-0028-7
Anzahl Seiten
368
Buchtyp
Taschenbuch

Zusammenfassung

Inmitten von Cork verbringt Sarah ihre Tage in einem Souvenirgeschäft – doch ihr Herz ist schon lange nicht mehr bei der Sache. Die Monotonie ihres Jobs und die schmerzhafte Trennung von ihrem Freund lasten schwer auf ihr. Als eine ältere Dame namens Helen sie bittet, ihr bei der Nachforschungen ihrer Familiengeschichte zu helfen, greift Sarah nach diesem Strohhalm. Doch schnell wird klar: Helen hat Sarah nicht ohne Grund gewählt. Die beiden Frauen verbindet ein gemeinsames Erbe, von dem Sarah bisher nicht das Geringste ahnte. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Spurensuche, um das Rätsel um Helens Großvater zu lösen: Wer waren seine leiblichen Eltern und wer adoptierte ihn?

Irland, 1910: Joanna wächst behütet im Kreise ihrer Familie auf. Doch während andere junge Frauen von der Ehe träumen, gilt Joannas Leidenschaft den Wolken. Sie brennt für die Fliegerei, konstruiert ihre erste eigene Maschine und wagt schliesslich den Flug in die Freiheit. Eine Reise zu einer Flugshow in Wien verändert ihr Leben für immer: Dort trifft sie den Mechaniker Dorian, der ihre Passion teilt. Gemeinsam trotzen sie allen gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit und schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft – bis ein einziger Tag alles verändert. Joanna muss schweren Herzens und schwanger nach Irland zurückkehren, wohl wissend, dass ihre Familie diese Schande niemals dulden wird.

Buchsenf (Rezension)

In der Bibliothek musste es schnell gehen, also griff ich spontan nach diesem Buch – und es war ein absoluter Volltreffer. In weniger als einer Woche hatte ich es bereits fertig gelesen. Besonders beeindruckt hat mich Joanna, aber auch ihre Eltern: Obwohl sie streng an Traditionen und ihrem gesellschaftlichen Ansehen festhalten, lassen sie Joanna dennoch den Freiraum, ihre Träume zu verwirklichen. Dass sie damals einwilligten, Joanna allein zu einer Flugshow nach Wien reisen zu lassen, war für die damalige Zeit sicher alles andere als selbstverständlich.

Aus meiner Sicht hat es die Autorin Inez Corbi hervorragend geschafft, der Geschichte der Pilotin genügend Raum zu geben. Die Erzählstränge von Sarah und Helen drängen sich nicht zu sehr in den Vordergrund, nehmen aber genau den Platz ein, den man benötigt, um am Ende zu verstehen, wie sich die Puzzleteile zusammensetzen. Das Beste daran: Während wir als Leser die ganze Wahrheit erfahren, bleibt bei den Nachforschungen von Sarah und Helen ein gewisser Spielraum für Interpretationen. Sie müssen letztlich damit leben, dass sie die absolute Wahrheit wohl nie ganz ans Licht bringen werden.

Natürlich ist mir bewusst, dass es viele mutige Pioniere brauchte, damit wir heute ganz selbstverständlich in ein Flugzeug steigen können. Doch diese Entwicklung einmal aus der Sicht einer Frau zu erleben, hat mich besonders fasziniert. Da die Geschichte zudem in Irland und Cork spielt – wo ich selbst schon in den Ferien war –, konnte ich mich wunderbar in die wunderschöne Landschaft hineinversetzen.

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